Keas haben keinen besonders guten Ruf, da diese Papageienart mit Vorliebe Gummidichtungen parkender Autos anknabbert und zerstört. Der Kea ist ein etwa 45 cm langer Vogel, der in den Gebirgen der Südinsel Neuseelands lebt, die Wintermonate aber auf Grund mangelnder Nahrung auf dem Flachland verbringt. Er ist einer der wenigen Papageien, die außerhalb der Tropen sogar in Schneelandschaften überleben können und ernährt sich vorwiegend von Samen, Früchten, Pflanzen, Insekten und gelegentlich auch von Aas. Keas gelten als sehr intelligente Vögel, sind aber auch verspielt und neugierig und treiben manche Touristen zur Verzweiflung, wenn sie ihre unbeobachteten Rucksäcke oder sonstigen Gegenstände untersuchen und dabei oftmals beschädigen. Besonders die Dichtungsgummis an Autotüren und Fenstern sind für Keas ein beliebtes Spielzeug und oftmals bleibt auch der Autolack nicht von den Vögeln verschont. Wissenschaftler aus Österreich und Japan führten mit Keas Experimente durch und beobachteten dabei, dass die Papageien scheinbar in der Lage sind, bei der Lösung ihrer Aufgaben planvoll vorzugehen und nicht einfach nur herumprobieren. In ihren Experimenten ließen die Forscher die Papageien Nahrung aus Boxen heraus holen, deren Schlösser mit bis zu drei Riegeln gesichert waren. Dies gelang den Vögeln problemlos, so dass die Wissenschaftler den Schwierigkeitsgrad des Experimentes für die Tiere erhöhten. Die Box, die das Futter enthielt, wurde nun mit einem Schloss versehen, das mit zwei Riegeln ausgestattet war, die sich aber gegenseitig blockierten und nur in einer bestimmten Reihenfolge geöffnet werden konnten. Auch dies gelang den Tieren aber auffällig war, dass sie es wesentlich schneller schafften, wenn man ihnen die Gelegenheit gab, den Versuchsaufbau eine Weile zu betrachten, bevor man sie das Schloss öffnen ließ. Die Wissenschaftler kamen so zu dem Ergebnis, dass die Keas scheinbar die zum Öffnen der Futterbox notwendige Vorgehensweise beim Beobachten der Versuchsanordnung schon geistig erfassten und diese daher sofort gezielt ausführen konnten.
Quellen: “Attacke auf die Fensterdichtung”, Süddeutsche.de, 17.08.2010; Diebische Keas stehlen noch besser, wenn man sie planen lässt”, 16.08.2010
| 27.08.2010 |
Anke Tholl |
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Die Stadt Wien hat ein neues Umweltprojekt ins Leben gerufen, das den Friedhof im Wiener Stadtteil Neustift am Walde in einen geeigneten Lebensraum für seltene und gefährdete Tierarten verwandeln soll. Es wurden spezielle Areale als Rückzugsgebiete für Feuersalamander, Nachtschmetterlinge und Springfrösche errichtet, während man auf alten Bäumen Nistkästen für sämtliche Singvögel von der Blaumeise bis [...]
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| 25.08.2010 |
Anke Tholl |
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Wissenschaftler aus den U.S.A. und Argentinien untersuchten den fossilen Schädel eines südamerikanischen Terrorvogels (Andalgalornis steulleti), der vor etwa sechs Millionen Jahren im Nordwesten Argentiniens verbreitet war, um etwas über die bisher noch weitgehend unbekannte Funktion des riesigen Schnabels zu erfahren. Bei dieser Art handelte es sich um große, am Boden lebende und meist flugunfähige [...]
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| 23.08.2010 |
Anke Tholl |
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Forscher der Universität Wien haben drei Jahre lang das soziale Verhalten bei Kolkraben untersucht und dabei festgestellt, dass auch Vögel ihre Artgenossen in entsprechenden Situationen “trösten”. Bisher war dieses Verhalten nur von Schimpansen bekannt, die einen Artgenossen, der von anderen auf Grund eines Konfliktes angegriffen worden war, anschließend umarmten. Die Versöhnung nach einem Streit ist [...]
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| 20.08.2010 |
Anke Tholl |
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Im New Yorker Bronx-Zoo sind nach Angaben der Zooleitung sechs Waldrappen-Küken geschlüpft. Diese seltene Vogelart, die zu den Ibissen gehört, war einst in Europa weit verbreitet und starb im 17. Jahrhundert schliesslich auf Grund intensiver Jagd in Mitteleuropa aus. Mittlerweile versucht man, den Waldrapp wiederanzusiedeln, um seine erneute Verbreitung als Brutvogel in Europa zu [...]
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| 17.08.2010 |
Anke Tholl |
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Im niedersächsischen Verden wurde vor wenigen Tagen eine 53 Jahre alte Frau, die mit ihrem Hund unterwegs war, von einem Bussard angegriffen. Der Greifvogel, der sich möglicherweise von der Spaziergängerin und ihrem Hund bedroht fühlte, ging auf die Frau los und verletzte sie schwer. Sie konnte zwar während der Attacke den Kopf des Vogels packen, [...]
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| 02.08.2010 |
Anke Tholl |
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