Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltene Papageienart in Neuseeland hat Nachwuchs

Der Kakapo ist einer der seltensten Papageien der Welt und gilt als sehr gefährdet. Die derzeitig auf den Inseln vor Neuseeland lebende Population bestand nur noch aus 85 Vögeln bis vor kurzem sieben Küken auf Codfish Island, einer kleinen Insel südlich von Neuseeland, schlüpften. Die Vögel wurden in eine Aufzuchtstation gebracht, wo sie von Hand großgezogen werden bis sie widerstandsfähig genug für ein Leben in der Natur sind. Der Kakapo ernährt sich hauptsächlich von den reifen Beeren des Rimu-Baumes, ist flugunfähig und nachtaktiv, außerdem ist er einer der schwersten Papageien mit einem Gewicht von 2,2 kg, das ein männliches Tier erreichen kann. Tagsüber schlafen die Papageien für gewöhnlich in Erdhöhlen, während sie die Nacht mit der Futtersuche verbringen. Kakapos waren einst im ganzen Land verbreitet, ihre Flugunfähigkeit hat aber möglicherweise dazu beigetragen, dass ihre Existenz durch Raubtiere sehr in Gefahr gebracht wurde. Die Art galt sogar als ausgestorben, bis man schließlich 1976 auf Stewart Island eine kleine Population entdeckte und ein Brutprogramm startete. Dies gilt als ein sehr schwieriges und aufwendiges Vorhaben, da die Art nicht jährlich Eier legt, sondern nur alle zwei bis vier Jahre brütet. Die männlichen Tiere sind nicht vor ihrem fünften Lebensjahr paarungsbereit und bisher konnte man auch noch keine weiblichen Kakapos beobachten, die vor ihrem neunten Lebensjahr gebrütet haben.  Erst jetzt hatten zwei etwa sechs Jahre alte Vögel gebrütet und konnten mit den sieben Küken eine Fruchtbarkeitsrate von 100 Prozent bei den gelegten Eiern verzeichnen. Dies war seit drei Jahren wieder der erste Bruterfolg für den Kakapo, dessen Überleben von den Mitarbeitern des Umweltamtes und freiwilligen Helfern abhängig war. Sie überwachten die Nester, bedeckten die Eier mit Wärmepolster solange die Mutter auf Futtersuche war und beobachteten von ihrem nahegelegenen Camp aus das Brutverhalten der Tiere. Dieses Erhaltungsprogramm hat internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen und da der Kakapo nur noch auf den Inseln vor der Küste, die keine Raubtiere beherbergen, zu finden ist, wurde eine website erstellt, die die Welt über das Projekt informiert. (1)
 
(1) www.kakapo.org.nz
 
Quelle: "Seven chicks boost population of rare parrot to 92", The Earth Times, 15. April 2008
 

Papageien-Eier nach Australien geschmuggelt

Ein Niederländer, der zehn exotische Vogeleier nach Australien schmuggelte, wird außer Landes gewiesen, nachdem er sich mehr als vier Monate in Gewahrsam befand. Der Mann wurde im November letzten Jahres im Bezirksgericht von Sydney wegen des Schmuggels von zehn Eiern einer westafrikanischen Papageienart schuldig gesprochen. Zollbeamte fanden die Eier, die der Niederländer unter seiner speziell [...]

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Wildlebende Papageien in Mexiko durch Gesetz geschützt

Der mexikanische Senat bewilligte einen Gesetzesentwurf, der den Fang und Export von wildlebenden Papageien verbietet. Vor genau einem Jahr hatte die Abgeordnetenkammer den Gesetzesentwurf erstmalig erstellt und genehmigt. Dies geschah nach der Präsentation einer Studie zum illegalen Papageienhandel in Mexiko (1), über die das Papageienschutz-Centrum Bremen e.V. Anfang Februar ausführlich berichtete (2). Diese Studie dokumentierte [...]

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Notfallplan gegen Ausbruch der Vogelgrippe in Indonesien

Beamte teilten kürzlich mit, dass Indonesien, das von allen Ländern die höchste Todesrate durch Vogelgrippe zu verzeichnen hat, einen Notfallplan entwickeln wird, der beim Ausbruch einer Vogelgrippe-Epidemie zum Tragen kommen soll. Teil dieses Plans wird auch die Simulation eines solchen Seuchenausbruchs sein, an der mehrere Dörfer auf der Ferieninsel Bali teilnehmen sollen. Im Fall einer [...]

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Ägypterin starb an Vogelgrippe

Erst kürzlich starb eine dreißigjährige Ägypterin an der Vogelgrippe, die damit das 22. Todesopfer von 49 Vogelgrippe-Fällen beim Menschen in Ägypten war. Die Frau, die aus einem Vorort von Kairo stammte, fühlte sich unwohl, nachdem sie mit kranken Hausvögeln in Kontakt gekommen war. Sie zeigte die typischen Symptome der Vogelgrippe und wurde in ein auf Lungenerkrankungen [...]

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Vogeltourismus boomt in Süd-Afrika

Für die Vogelschutzorganisation Bird Life Süd-Afrika gilt der sogenannte Vogeltourismus als eine der wirksamsten Erhaltungsmethoden. So übertrifft der Tourismus alle anderen in Süd-Afrika vorhandenen Wirtschaftszweige und bringt unter anderem mit zwei beliebten Vogelbeobachtungsgebieten schätzungsweise 6.4 Millionen US Dollar jährlich für die einheimische Bevölkerung ein. Daher hat Bird Life Süd-Afrika schon die Entwicklung von sechs neuen Beobachtungsstrecken am Westkap und [...]

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