Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

UN fordert absoluten Stop der Waldabholzung bis 2020

Die vereinten Nationen riefen vermehrt asiatische Landesvertreter auf, sich einem Plan zur Beendigung der Waldrodung bis zum Jahre 2020 anzuschließen, um die Zerstörung der Pflanzen- und Tierwelt aufzuhalten. Über 80 Prozent der weltweiten Artenvielfalt befinden sich in Waldgebieten, von denen ebenso das Überleben der Menschheit abhängt. Auf einer Pressekonferenz in Manila betonte der verantwortliche Direktor des Übereinkommens zum Schutz der biologischen Vielfalt, das im Jahre 1992 auf der UN Weltkonferenz in Rio de Janeiro verabschiedet wurde, dass ein Projekt, das die Waldabholzung bis zum Jahre 2020 beenden soll, durchaus realisierbar wäre. Bei einem Treffen, das im Mai in Deutschland stattfand, verpflichteten sich 65 Länder, die Forderung des WWF (1), bis zu diesem Zeitpunkt die Abholzung der Wälder völlig zu stoppen, zu unterstützen - darunter befanden sich jedoch nur zwei südasiatische Länder, Kambodscha und Vietnam. Jährlich gehen weltweit bis zu 13 Millionen Hektar Waldfläche verloren, pro Minute also Flächen in der Größe von etwa 36 Fußballfeldern. Mehr als 95 Länder haben inzwischen ihre gesamten Waldgebiete verloren. In Südostasien zerstörten Waldbrände in dem Zeitraum von 1997 bis 2006 über 10 Millionen Hektar Wald, während die vermehrte Abholzung auf Grund veränderter landwirtschaftlicher Bedingungen, illegalen Holzhandels und weiträumigen Bergbaus die Situation noch verschlimmerte. Der Leiter des südostasiatischen Zentrums für Artenvielfalt wies darauf hin, dass das derzeitige Ausmaß der Waldabholzung dazu führen könnte, dass diese Region bis zum Jahre 2100 etwa Dreiviertel der 47 Millionen Hektar großen Waldfläche und damit 42 Prozent ihrer vorhandenen Artenvielfalt verlieren würde. Die Zerstörung der Artenvielfalt würde sich wiederum negativ auf die Weltsicherheit und Weltwirtschaft auswirken, da der Kampf um knappe Nahrungsmittel und Kraftstoffreserven zwangsläufig ansteigen würden.
 
(1) WWF = Worldwide Wildlife Fund for Nature
 
Quelle: "UN calls on more Asian Govts to end Deforestration", Reuters, 23. Juni 2008

Ältestes Papageienfossil in Dänemark gefunden

Im Nordwesten von Dänemark haben Wissenschaftler vor kurzem ein 55 Millionen Jahre altes Papageienfossil entdeckt. Bisher hatte man angenommen, dass Papageien den südlichen Regionen entstammen, was durch diesen Fund allerdings in Frage gestellt wird. Die bisherigen Fossilienfunde von Papageien im Süden waren maximal 15 Millionen Jahre alt. Das hohe Alter des neuen Fundes legt für [...]

weiterlesen ⇒

Über eine Million Vögel auf Zypern getötet

Im letzten Jahr wurden auf Zypern mehr als eine Million Vögel, bei denen es sich größtenteils um Zugvögel handelte, getötet und als kulinarische Spezialitäten angeboten. Singvögel gelten auf dieser Insel, die eine Hauptroute für die Reise der Tiere darstellt, als beliebte Speise. Obwohl ihr Fang und Verzehr verboten ist, werden sie immer noch in verschiedenen [...]

weiterlesen ⇒


Puerto-Rico-Amazone vom Aussterben bedroht

Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Puerto Rico Amazone auf Grund verschiedener Faktoren wie Veränderungen ihres Lebensraumes und Brutverhaltens vom Aussterben bedroht ist. Die Forscher haben eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Untersuchung der Faktoren befaßt, die die größte Auswirkung auf die schwindende Population der gefährdeten Papageienart haben. "Mit unserer Arbeit versuchen wir, Vorhersagen [...]

weiterlesen ⇒

Graupapageien in Kamerun von Wilderern abgeschlachtet

Zwei berüchtigte Papageienfänger wurden kürzlich festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, da sie Graupapageien illegal gefangen hatten. Die beiden Männer sind verantwortlich für den Fang von über 5000 Papageien pro Jahr im kameruner Lobeke Nationalpark und Umgebung. Ihre Festnahme wurde von lokalen Forst- und Tierschutzbeamten in Zusammenarbeit mit der Polizei und mit Unterstützung des World Wildlife [...]

weiterlesen ⇒



 

 1 

| Kontakt | Copyright © 2010 Papageienschutz aktuell | Impressum |