Sir David Attenborough, ein bekannter britischer Tierfilmer und Naturforscher hat sich für das Artenschutzprogramm der Organisation Bird Life International eingesetzt, indem er als Artenschützer aktiv wurde. "Wie haben kein Recht, die Arten auszurotten, die sich ohne unsere Präsenz entwickelt haben", mahnte Sir David Attenborough. "Wir haben die Verantwortung, alles was uns möglich ist zu tun, um den Fortbestand ihrer Existenz zu sichern." Auf dem diesjährigen britischen Vogelbeobachtungs Festival nutzte er die Gelegenheit, anzukündigen, dass er die Arbeit zur Erhaltung des vom Aussterben bedrohten Araripepipra (lat. Name: Antilophia bokermanni) unterstützen werde. Diese Vogelart wurde erst 1996 entdeckt und seit 1998 existieren wissenschaftliche Beschreibungen des Vogels. Die männlichen Tiere sind auffallend weiß und karminrot gezeichnet. Sie haben ein weißes Gefieder, während die Flügel bis auf die weißen Flügeldecken schwarz sind. Ebenso hat der Schwanz eine schwarze Färbung. Vom Scheitel bis zum Mittelrücken verläuft eine karminrote Federkrone mit einer vorwärts gerichteten Kapuze. Die weiblichen Vögel sind vorwiegend olivgrün, haben einen hellgrünen Bauch und die sogenannte Kapuze ist bei ihnen weniger ausgeprägt. Diese Art hat ein stark begrenztes Verbreitungsgebiet, das die Araripe Hochebene im Süden des Bundesstaates Ceara im Nordosten Brasiliens umfasst. Es besteht die Gefahr, dass dieser Vogel so plötzlich wie er aufgetaucht ist, auch wieder verschwindet. Ein 2006 durchgeführtes Erkundungsprojekt ließ auf die Existenz von schätzungsweise 800 Vögeln dieser Art schließen. Sie wird besonders durch die brasilianische Naturschutzorganisation Aquasis geschützt, die 2006 eine Medienkampagne zur Rettung des Araripepipra startete. "Der kleine Fleck Regenwald ist umgeben von einer tropischen Strauch- und Steppenlandschaft, trockenem Buschland und Dornwald", erklärte der Direktor der Naturschutzorganisation. Rund eine Million Menschen sind auf Grund ihrer Wasserversorgung vom Waldgebiet abhängig. Jedoch schrumpft der Regenwald in Folge von Waldbränden, der Verbreitung von Landwirtschaft und der Errichtung von Feriendomizilen für Menschen, die aus dem heißen, trockenen Klima flüchten wollen, immer mehr. Die Bevölkerung hat noch nicht realisiert, dass ihre Lebensqualität und ihre wirtschaftlichen Aktivitäten wie beispielsweise die Landwirtschaft von der Erhaltung des Waldes abhängig sind, da sie immer noch denken, ihr Wasser käme aus dem Wasserwerk. Eine weitere Bedrohung ergibt sich aus den Vorschlägen zum Anbau von Rohrzucker, der zuletzt vor einem Jahrhundert in dieser Region betrieben wurde und jetzt den wachsenden Bedarf an Ethanol zur Herstellung von Biokraftstoff decken soll. Der Wasserverbrauch der Rohrzuckerpflanze ist jedoch sehr hoch und der Anbau würde wahrscheinlich entlang der Flusstäler bis hin zu den Hängen praktiziert. Dies würde das am Fluß liegende Waldgebiet, von dem die Existenz des Araripepipra abhängig ist, enorm gefährden. Diese Vogelart kann nur gerettet werden, wenn man eine Million Stadtbewohner davon überzeugen kann, dass ihre Wasserversorgung nur dann gesichert ist, wenn sie zur Erhaltung des Regenwaldes beitragen. Sir David Attenborough wird in Zukunft nicht nur die Arbeit zum Schutz und zur Wiederaufforstung des Waldes begleiten, sondern er wird auch eine Kampagne unterstützen, die das Problem an die ländlichen Gemeinden, die lokalen Regierungsbeamten, die befugt sind Vorschläge zu bewilligen oder abzulehnen, und an die städtischen Schulkinder heranträgt. Die Kinder aus den Gemeinden, die sich um das Waldgebiet herum befinden, arbeiten sogar an einer Puppenshow, die die Geschichte des Araripepipra erzählt und die schließlich während des jährlichen Kunst- und Kultur Festivals den Partnerstädten vorgeführt werden soll.
Quelle: "Sir David Attenborough champions Bird Life International’s work to halt extinctions", Bird Life International (www.birdlife.org/news), 18.08.2008
| 28.08.2008 |
Anke Tholl |
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Anke Tholl |
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Anke Tholl |
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Anke Tholl |
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| 15.08.2008 |
Anke Tholl |
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| 06.08.2008 |
Anke Tholl |
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