Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Als Haustiere leiden auch Vögel unter der Wirtschaftskrise

Als vor Kurzem ein Grundstücksmakler in einem Stadtteil von New York in den U.S.A. eine Routinekontrolle in von ihren Bewohnern aufgegebenen Häusern durchführte, entdeckte er in einem Gebäude zwei verschmutzte und fast verhungerte Nymphensittiche. “Wir öffneten die Haustür und gingen in diese verkommene Ruine hinein, wo zwei Nymphensittiche über einem großen Haufen Kot saßen”, sagte der Makler. “Ich bin kein Vogelliebhaber aber mir war sofort klar, dass mit den Tieren etwas nicht stimmte.” Trotz seiner schlimmen Vogelallergie sammelte er die Vögel ein und brachte sie in einen Tierladen, der auf Vögel spezialisiert war und wo die beiden Tiere wieder gesund gepflegt wurden. Diese beiden Nymphensittiche repräsentieren eine wenig bekannte Seite der Wirtschaftskrise - exotische Vögel werden ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben, weil ihre Besitzer, sie nicht mit in eine Mietwohnung oder zu Verwandten nehmen können. Niemand verfolgt solche Fälle aber die Tierauffangstationen beklagen, dass sie mit Anrufen von Menschen, die ihre Häuser verloren haben und verzweifelt eine Bleibe für ihre Papageien suchen, bombadiert werden. “Wir haben mal eben so acht bis zehn Anrufe pro Woche”, klagte die Betreiberin einer Vogelauffangstation in Seattle im US-Bundesstaat Washington. “Nicht nur die Menschen befinden sich in unglücklichen Situationen, sondern auch die Tiere werden in eine schlimme Lage gebracht”. Die meisten Vogelbesitzer versuchen ihre Tiere in einem Tierheim unterzubringen aber die meisten Heime sind nicht für die Vogelhaltung ausgestattet, da sie hauptsächlich darauf ausgerichtet sind, Hunde und Katzen aufzunehmen. Außerdem ist die Pflege von intelligenten, lebhaften Vögeln wie Papageien und Nymphensittichen, die zudem sehr laut sind und bei Vernachlässigung aggressiv gegen sich und ihr Umfeld reagieren können, sehr zeitaufwendig. Die Betreiberin der Auffangstation geht einer Vollzeitarbeit in einem Betrieb nach und kümmert sich nebenbei noch um 25 Vögel, was schon fast in einen zweiten Vollzeitjob ausartet. “Das ist mehr als wir verkraften können”, sagte sie. “Wir versuchen hier, Tiere aufzunehmen, die keiner mehr will, so wie beispielsweise einen Papagei mit nur noch einem Fuß”. Sie überprüft auch potentielle Besitzer, die bereit sind, einen Vogel aufzunehmen. Eine weitere Auffangstation für exotische Vögel ebenfalls im Staat Washington wird genauso mit Vögeln, die von ihren Besitzern wegen des Verlustes ihrer Häuser zurückgelassen werden, überhäuft - inzwischen haben dort 400 exotische Vögel eine neue Bleibe gefunden. “Innerhalb der letzten sechs Monate sind mehr Vögel abgegeben worden als je zuvor”, erklärte die Besitzerin dieser Auffangstation.

Quelle: “Exotic birds fall prey to foreclosure crisis”, Reuters, 05.12.2008

Vier Vogelschmuggler in Palawan verhaftet

Kürzlich wurden im Süden von Palawan, der drittgrößten Inselgruppe der Phillipinen vier verdächtige Personen von Polizeibeamten wegen illegalen Vogelhandels festgenommen. Sie hatten damit gegen das Gesetz zur Erhaltung und zum Schutz der Wildtiere verstoßen und standen nun deswegen vor Gericht. Die Polizeibeamten griffen die Verdächtigen während einer Patrouille an den Gewässern der Stadt auf und [...]

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Vögel durch Ölsandlagerstätten in Kanada gefährdet

Eine Vereinigung nordamerikanischer Umweltschutzgruppen warnte davor, dass die Entwicklung des Vorkommens von Ölsandlagerstätten in Kanada in den nächsten fünf Jahrzehnten für mehr als 150 Millionen Vögel zur Bedrohung werden könnte. Daher fordern die Umweltschützer die Durchführung neuer Kampagnen, um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen. Projekte zur Erdölgewinnung in der ölreichen Region im Norden der kanadischen [...]

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Über 500 Wellensittiche in Berlin beschlagnahmt

In der Wohnung eines Frührenteners aus Spandau entdeckte man 500 Wellensittiche. Die Wohnung war nur 63 Quadratmeter groß, der Boden dort war mit Kot und Federn bedeckt und es herrschte ein unerträglicher Lärm. Mit dieser Massentierhaltung in seiner Wohnung hat der Mann gegen das Tierseuchengesetz verstoßen und auch eine behördliche Genehmigung zur Zucht konnte er [...]

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Arasittich soll wieder in die U.S.A. zurückkehren

Die Errichtung geschützter Reservate zum Erhalt des Lebensraumes und die Bereitstellung von Nistkästen soll dazu beitragen, dass sich die Population des gefährdeten Arasittichs, auch als Kiefernsittich (Rhynchopsitta Pachyrhyncha) bekannt, in Mexiko wieder vergrößert. Durch die Vermehrung der Tiere hofft man, dass diese sich auch wieder in den U.S.A. verbreiten, wo man sie einst entdeckte. Im September [...]

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