Weitere Vogelgrippe-Opfer in China
Inzwischen sind in China allein in den letzten Wochen schon vier Todesfälle von Menschen, die sich mit dem Vogelgrippevirus infiziert hatten, bekannt geworden. Zunächst starb Anfang des Jahres eine neunzehnjährige Frau in Peking, über deren Fall wir schon berichteten und nur wenig später fiel eine siebenundzwanzigjährige Frau in der chinesischen Provinz Shangdong der Vogelgrippe zum Opfer. Am 08. Januar wurde ein sechzehnjähriger Junge aus der Provinz Hunan mit Krankheitssymptomen in ein Hospital eingeliefert. Erst einige Tage später wurde bei ihm eine durch H5N1 ausgelöste Infektion diagnostiziert, doch schon einen Tag später verstarb er an der Vogelgrippe. Der Junge hatte Kontakt mit Geflügel gehabt, wie Beamte mitteilten. Ebenfalls infizierte sich nach Aussage der Behörden ein zweijähriges Mädchen mit dem Virus, das sich zwar noch in einem ernsten aber nicht mehr lebensbedrohlichen Krankheitszustand befand. Der aktuellste Fall ist der Tod einer jungen Frau aus der Region Xinjiang, die erst vor wenigen Tagen an der gefährlichen Viruserkrankung starb. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, die 1931 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Peking hat, unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden. Möglicherweise habe die Frau sich auf einem Geflügelmarkt mit dem gefährlichen Erreger infiziert. Die Vogelgrippe tritt dem chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle zufolge vermehrt in der kälteren Jahreszeit auf. Da etwa 250 Millionen Chinesen zum Neujahrsfest verreisten, erhöhte sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Verbreitung von H5N1 wie der Gesundheitsminister in China mitteilte. Er ordnete eine strenge Überwachung der Situation durch seine Beamten an. Auch in Indonesien gab es zwei neue Vogelgrippeopfer - ein sechsjähriges Mädchen, das Anfang Januar an der Seuche starb und eine junge Frau aus der Region von Jakarta, die dem Vogelgrippevirus schon im Dezember 2008 zum Opfer fiel. Bei beiden Personen wurde mit Hilfe von Labortests der hochansteckende Erreger H5N1 festgestellt. Einen weiteren Übertragungsweg stellt für den Erreger auch kaltes Tränk- und Trinkwasser dar, mit dem alle Menschen und Tiere in Berührung kommen. Das Wasser kann durch die verschiedenen Ausscheidungen von Vögeln, die dort hinein geraten, mit Vieren belastet sein, die im kalten Wasser ansteckend bleiben. Auch dieser Übertragungsweg muss neben dem Kontakt zu infiziertem Geflügel bei Kontrollaktivitäten berücksichtigt werden.
Quellen
“Vogelgrippe: Bereits drei Todesfälle in China seit Jahreswende”, Ria Novosti, 20.01.2009
“”Vogelgrippe in China wieder im Vormarsch - jetzt ist Hochsaison”, Weltspiegel, 22.01.2009
“Vierter Todesfall durch Vogelgrippe in China in diesem Jahr” (Http://de.timeturk.com), 24.01.2009
