Geschützte Tiere in Trinidad & Tobago beschlagnahmt
In dem karibischen Zweiinselstaat Trinidad & Tobago wurden drei korrupte Polizeibeamte festgenommen, die über tausend geschützte Tiere von Schmugglern aus Venezuela gestohlen hatten. Die Beschuldigten hatten angeblich Informationen darüber erhalten, dass zwei Männer in einem Boot, welches bis zum Rand mit geschützten Arten aus Venezuela vollgestopft war, am Strand angelegt hatten. Die Polizisten begaben sich daraufhin zum Strand und beraubten die Männer mit vorgehaltener Waffe. Sie stahlen über fünfhundert Finken, Fleisch von Wildtieren, Papageien - darunter auch Aras - und andere Tiere. Das an der späteren Festnahme beteiligte Wachpersonal war in Trinidad & Tobago von Experten der IFAW (1), einer der weltweit größten Tierschutzorganisationen, trainiert worden. Schwerpunkte dieses Trainings bildeten unter anderem, Artenschutz-Vergehen zu erkennen, dagegen anzugehen, die Tiere auf schonende Art und Weise zu beschlagnahmen und zu bergen. “Dies ist ein sehr großer Erfolg für das IFAW-Trainingsprogramm zur Durchsetzung des Wildtierschutzgesetzes und wir sind stolz darauf, ein Umfeld geschaffen zu haben, in dem Wildhüter sinnvoll auf das Erkennen und Verhindern von Verbrechen an Wildtieren vorbereitet werden”, sagte der Leiter des Trainingsprogrammes. Die beschlagnhamten Tiere wurden zunächst in einem Zoo untergebracht. Sobald das Urteil über diesen Fall gesprochen ist, wird über das weitere Schicksal der Tiere entschieden - einheimische Tiere sollen gegebenenfalls wieder freigelassen werden. Dies ist allerdings nicht der einzige aktuelle Fall einer Beschlagnahmung von geschützten Tierartenarten, denn erst kürzlich wurden zwei Männer wegen des illegalen Besitzes von etwa hundert Vögeln in Gewahrsam genommen.
