Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Unerwünschte Eindringlinge gefährden einheimische Arten

Fremd eingeführte Tier- und Pflanzenarten bedrohen weltweit einheimische Arten, indem sie durch Schädigung des Ökosystems deren Lebensgrundlagen gefährden. Dies ist als ein unerwünschtes Nebenprodukt der Globalisierung anzusehen. Fremde Arten wie beispielsweise Ratten und Katzen fördern schon seit einigen Jahrzehnten das Artensterben und sind damit hauptverantwortlich für den Verlust der Artenvielfalt. Die Vereinten Nationen erklärten den 22. Mai zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt, um damit das Verständnis und das Bewusstsein für die Artenvielfalt zu steigern. Hauptthema war die Bedrohung einheimischer Arten durch fremde Eindringlinge. Betroffen sind davon weltweit etwa 51 Prozent der gefährdeten Vögel. Besonders extrem stellt sich das Problem auf Inseln dar, wo eine lange Phase der Isolation zur Entwicklung von Arten geführt hat, die sich gegen die Eindringlinge nicht zu schützen wissen. „Drei Viertel der weltweit gefährdeten Vogelarten, die auf Inseln leben, werden durch fremd eingeführte Arten bedroht“, sagte der für die Pazifik-Region zuständige Leiter der Organisation Bird Life International.
Als besonders gefährdet gelten Seevögel, deren Situation sich in den letzten zwei Jahrzehnten gegenüber anderen Vogelgruppen am schnellsten verschlechtert hat. Dies hängt wahrscheinlich mit der Verbreitung der kommerziellen Langleinenfischerei zusammen, die dazu führt, dass Seevögel bei der Futtersuche auf dem Wasser als Beifang enden und mit dem Eindringen fremder Arten in ihre Nistkolonien. Ein Beispiel hierfür ist der extrem gefährdete Tristan Albatross, dessen Küken bei lebendigem Leib von der allgemein bekannten Hausmaus gefressen werden. Der Tristan-Albatros (lat.: Diomedea dabbenena) ist eine vom Aussterben bedrohte Vogelart aus der Familie der “Albatrosse”. Sein Brutgebiet ist auf die Gough-Insel beschränkt. Die Gough-Insel beherbergt eine bedeutende Kolonie von Seevögeln, die durch fleischfressende Mäuse immer mehr reduziert wird. Als Reaktion auf derartige Bedrohungen beteiligen sich die Partner von Bird Life International an einer Reihe von Projekten, mit deren Hilfe unerwünschte Schädlinge auf den Inseln weltweit erfolgreich bekämpft werden. Erfreulicherweise konnte in der Seevögel-Kolonie auf der Gough-Insel zumindest schon die Kleine Pazifikratte beseitigt werden, was als großer Erfolg zu werten ist.

Quelle: „The aliens have landed“, Bird Life International, 22.05.2009 (www.birdlife.org)

Wiedereingliederung des Roten Milan in die Wildnis Schottlands

Nach 150 Jahren schlüpften jetzt erstmalig wieder Küken des roten Milan in Aberdeenshire in Schottland. Mit Hilfe von Videoüberwachung hat auch die Bevölkerung die Möglichkeit, die Fortschritte der Küken an zwei öffentlichen Stellen dort mitzuverfolgen. Der Rote Milan ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und ist etwas größer als ein Mäusebussard. Seine Verbreitungsgebiete [...]

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Kanadisches Unternehmen unterstützt Vogelschutz

Die gemeinnützige Naturschutzorganisation Nature Canada, Partner der Organisation Bird Life International, gab jetzt bekannt, dass die Trans Canada Corporation ein Projekt zur Erhaltung von bedeutenden Vogelschutzgebieten im Land unterstützen wird. Das kanadische Unternehmen ist führend in der Erdgasförderung und Energiegewinnung und hat für die nächsten fünf Jahre eine finanzielle Unterstützung in Höhe von einer Million [...]

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WHO ruft höchste Alarmstufe für H1N1-Pandemie aus

Schon Ende April berichtete das Papageienschutz-Centrum Bremen e.V. in Papageienschutz aktuell über die neu entdeckte Erregervariante des Typs H1N1 (1), die entfernt mit dem Vogelgrippevirus H5N1 verwandt ist. Die durch den Erreger A/H1N1 verursachte Grippeinfektion ist bei uns auch als sogenannte Schweinegrippe bekannt. Doch die Form des in Mexiko und den U.S.A. isolierten Erregers, wo er [...]

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Versteckte Fälle von Vogelgrippe in Kambodscha entdeckt

Das Vogelgrippevirus H5N1, über das wir schon mehrfach in Papageienschutz aktuell berichteten, kann Menschen auch infizieren, ohne dass besondere Symptome auftreten, was allerdings eher selten vorkommt. Eine in Kambodscha durchgeführte Untersuchung bei 600 Bewohnern aus Dörfern, in denen in der Vergangenheit zwei Kinder an dieser Virusinfektion gestorben waren, brachte sieben weitere infizierte Personen hervor, die [...]

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Kuckuck in England extrem gefährdet

Der Kuckuck, bekannt als traditioneller Vorbote des Frühlings, gehört in England mittlerweile zu den am meisten gefährdeten Vogelarten. Die Anzahl dieser Vögel ist in den letzten 15 Jahren um etwa 40 Prozent gesunken. Zu den dort extrem bedrohten Arten gehören ebenfalls der Kiebitz, die Schafstelze, der Haussperling und der Star. Die britische Vogelschutzorganisation RSPB (1) [...]

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