Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Ägypterin starb an Vogelgrippe

Erst kürzlich starb eine dreißigjährige Ägypterin an der Vogelgrippe, die damit das 22. Todesopfer von 49 Vogelgrippe-Fällen beim Menschen in Ägypten war. Die Frau, die aus einem Vorort von Kairo stammte, fühlte sich unwohl, nachdem sie mit kranken Hausvögeln in Kontakt gekommen war. Sie zeigte die typischen Symptome der Vogelgrippe und wurde in ein auf Lungenerkrankungen spezialisiertes Krankenhaus in Kairo eingeliefert. Dort behandelte man sie leider erfolglos mit dem Medikament Tamiflu, das standardmäßig gegen diese Krankheit eingesetzt wird. Während des Winters waren sieben Ägypter, damit eine etwas geringere Anzahl als im vorausgehenden Winter, an dem Vogelgrippevirus gestorben. Das Virus, das im Jahre 2006 erstmalig in Ägypten auftrat, ist während der Sommerzeit scheinbar weniger aktiv. Über fünf Millionen Haushalte in Ägypten sind in ihrer Existenz abhängig von der Geflügelhaltung, die dort eine der wichtigsten Nahrungs- und Einkommensquellen darstellt. Aus diesem Grund glaubt die ägyptische Regierung trotz eines weitreichenden Impfprogrammes für Geflügel nicht an die Möglichkeit, die Vogelgrippe ausrotten zu können. Von Todesfällen auf Grund der Vogelgrippe - seit 2003 sind es mehr als 230 Fälle weltweit - wurde auch in verschiedenen anderen afrikanischen und asiatischen Ländern berichtet. Außerhalb Asiens ist Ägypten das Land, das am meisten mit dem Virus zu kämpfen hat.
 
Quelle: "Woman’s Death lifts Egypt Bird Flu Toll to 22", Reuters, 14. April 2008

Ihr Kommentar zu:
“Ägypterin starb an Vogelgrippe”

 

| Kontakt | Copyright © 2010 Papageienschutz aktuell | Impressum |