Wildlebende Papageien in Mexiko durch Gesetz geschützt
Der mexikanische Senat bewilligte einen Gesetzesentwurf, der den Fang und Export von wildlebenden Papageien verbietet. Vor genau einem Jahr hatte die Abgeordnetenkammer den Gesetzesentwurf erstmalig erstellt und genehmigt. Dies geschah nach der Präsentation einer Studie zum illegalen Papageienhandel in Mexiko (1), über die das Papageienschutz-Centrum Bremen e.V. Anfang Februar ausführlich berichtete (2). Diese Studie dokumentierte erstmalig das ganze Ausmaß des illegalen Handels mit Papageien. Schätzungsweise werden jedes Jahr zwischen 65000 und 78500 Vögel illegal gefangen und davon sterben mehr als 75 Prozent, also etwa zwischen 50000 und 60000 Tiere jährlich, bevor sie überhaupt einen Käufer erreichen. In Mexiko sind 22 Papageienarten heimisch, von denen etwa 90 Prozent in irgendeiner Form gefährdet sind. Die aktuelle Klassifizierung in Mexiko weist elf Arten als vom Aussterben bedroht, fünf Arten als gefährdet und vier Arten als besonders geschützt aus, während zwei Arten nicht klassifiziert sind. Sowohl der Studie als auch dem besonderen Einsatz einiger Personen ist die Bewilligung des Gesetzes zum Schutz wildlebender Papageien durch den Senat zu verdanken.
(1) "The Illegal Parrot Trade in Mexico - A Comprehensive Assessment", Defenders of Wildlife, Januar 2007
(2) "Illegaler Handel mit Papageien in Mexiko", Papageienschutz-aktuell, 02. Februar 2008
Quelle: Nachrichten der Avian Welfare Coalition (AWC), 23. April 2008
