Verdacht auf Vogelgrippe in 17 Fällen
In der indonesischen Stadt Makassar im Süden der Insel Sulawesi werden zur Zeit 17 Menschen aus derselben Nachbarschaft auf Vogelgrippe untersucht, nachdem sie Krankheitssymptome entwickelt hatten, wie ein Beamter des Gesundheitsmisisteriums mitteilte. Die Personengruppe wurde in das Krankenhaus eingeliefert, nachdem einige Hühner aus ihrer direkten Umgebung plötzlich verendet waren und soll dort vorsichtshalber untersucht werden. Der Allgemeinzustand der Gruppe soll gut sein und es wurden Blutproben zwecks Untersuchung in das Labor des Gesundheitsministeriums in die indonesische Stadt Jakarta geschickt. Die erkrankten Personen, von denen nur vier Erwachsene sein sollen, stehen weiterhin unter Beobachtung. Solche gehäuften Krankheitsfälle schaffen Bedenken hinsichtlich der Annahme, dass Mensch-zu-Mensch Übertragungen der Vogelgrippe eher selten sind und dass das Virus erst mutieren muß, um eine leichte Übertragung innerhalb der Bevölkerung zu ermöglichen. Die größte Anhäufung von Vogelgrippefällen beim Menschen ereignete sich im Mai 2006 im Norden der Insel Sumatra, wo sieben Menschen aus einer Großfamilie starben. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Weltgesundheitsorganisation darauf hingewiesen, dass eine von Mensch- zu-Mensch Übertragung des Vogelgrippevirus nie auszuschließen sei, dass man aber bei den Virenproben, die in diesem Fall genommen wurden, keine Hinweise auf nennenswerte genetische Mutationen fand. Durch eine Mutation des Virus könnte eine weltweite Epidemie ausgelöst werden.
