Arasittich soll wieder in die U.S.A. zurückkehren
Die Errichtung geschützter Reservate zum Erhalt des Lebensraumes und die Bereitstellung von Nistkästen soll dazu beitragen, dass sich die Population des gefährdeten Arasittichs, auch als Kiefernsittich (Rhynchopsitta Pachyrhyncha) bekannt, in Mexiko wieder vergrößert. Durch die Vermehrung der Tiere hofft man, dass diese sich auch wieder in den U.S.A. verbreiten, wo man sie einst entdeckte. Im September kämpfte die Amerikanische Vogelschutzorganisation zusammen mit ihrer mexikanischen Partnerorganisation Pronatura Noreste um den Erwerb von ursprünglichem Land mit natürlichen Nistplätzen für die Vögel im Nord-Westen Mexikos. Der Arasittich ist mit einer Länge von etwa 38 cm und einem Gewicht von ungefähr 300 Gramm ein großer und kräftiger Papagei. Mittlerweile existiert diese Art nur noch in Mexiko, während sie früher auch im U.S. Bundesstaat Arizona verbreitet war, wo sie jedoch seit 1920 als ausgestorben gilt. Der natürliche Lebensraum dieses Vogels sind die Hochlandkiefernwälder - dort legt der Arasittich seine Eier meist in abgestorbenen Kiefern und ernährt sich vorwiegend von Kiefernsamen. Durch den Erwerb des Landes wird der Wald mit seinem Angebot an Nistplätzen als Lebensraum dieser Art gesichert, was einen entscheidenden Aspekt für das Projekt zur Erhaltung des Arasittichs darstellt. Darüber hinaus bietet die Waldregion auch vielen anderen Vogelarten ein zu Hause. Die Population des Arasittichs schrumpfte, weil dieser Vogel gejagt und für den Haustiermarkt gefangen wurde. Durch die Abholzung der Wälder im Südosten Arizonas und in der Sierra Madre Occidental, einem Gebirgszug im Westen Mexikos, wurde nach und nach sein Lebensraum zerstört. Damit reduzierten sich auch die lebenswichtigen Nistmöglichkeiten in den Bäumen für die Tiere. Um diesen Mangel auszugleichen, wurden im Nistgebiet der Arasittiche zusätzlich Nistkästen angebracht, die dann auch zunächst von drei Vogelpaaren genutzt wurden. “Wir vermuten, dass weitere Papageien in dieser Region die Nistkästen entdecken werden und hoffen auf zusätzliche neue Bewohner im nächsten Jahr”, erklärte ein Mitarbeiter der mexikanischen Organisation Pronatura Noreste. “Indem wir den geschützten Lebensraum sichern und mehr Nistmöglichkeiten für die Arasittiche zur Verfügung stellen, können wir möglicherweise diese gefährdete Art erhalten und vielleicht sogar wieder eine Population in den U.S.A. ansiedeln”.
