Feldlerche in Gefahr
Nach Angaben des Naturschutzbundes Hessen ist die Anzahl der Feldlerchen seit 1998 bundesweit um etwa 90 Prozent gesunken. Während zuvor noch etwa 2,7 Millionen Brutpaare in Deutschland existierten, waren es 2008 gerade noch 300.000. “Früher gab es fast keinen Acker ohne Feldlerche, mittlerweile sind die Bestände auch in Hessen drastisch zurückgegangen”, erklärte der Sprecher des Naturschutzbundes. “Derzeit ist die Feldlerche in der Kategorie gefährdet der Roten Liste. Doch das kann sich noch verschlechtern.” Der Naturschutzbund Hessen will alles versuchen, um diese gefährdete Vogelart vor dem Aussterben zu bewahren. Als Grund für den Rückgang der Bestände führte er die Intensivierung der Landwirtschaft an. Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter und sucht sich auch landwirtschaftlich genutzte Flächen als Brutplätze, so dass die Vögel durch den vermehrten Einsatz von Traktoren auf den Feldern beim Brüten gestört werden. “Weil viele Wiesen bis zu viermal im Jahr gemäht werden, haben die Feldlerchen auch nicht mehr genug Zeit, ihre Jungen großzuziehen”, klagte der Sprecher. Zum Schutz dieses Singvogels hat der Naturschutzbund gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband das Projekt “1000 Äcker für die Feldlerche” ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, möglichst viele Landwirte für die Anlage von Freiflächen inmitten von Äckern und Feldern für die Feldlerche zu gewinnen. Dies ist nur ein geringer Arbeitsaufwand und der Ernteausfall ist dabei sehr niedrig. Schon zwei Freiflächen pro Hektar könnten ausreichen, um den Bruterfolg der Vögel deutlich zu erhöhen.
