Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Ergebnis der Vogelzählung in Wien

Am 06. Januar diesen Jahres wurde in Wien mit Hilfe der Bevölkerung  eine Vogelzählung durchgeführt, die von der Umweltstadträtin und der Organisation Bird Life initiiert wurde - wir berichteten darüber in Papageienschutz aktuell vom 04.01.2010.  Hunderte Bürger folgten in Wien dem Aufruf zur Aktion “Stunde der Wintervögel”  und haben die Vogelwelt dort in Gärten und Parks beobachtet. Durch dieses große Engagement der Wiener sieht die Umweltstadträtin die Arbeit der Stadt in den Bereichen Umwelt, Natur und Artenvielfalt bestätigt. “Ohne den Einsatz der Wiener und Wienerinnen wäre diese Vogelzählung nicht zustande gekommen”, betonte der Geschäftsführer von Bird Life. Insgesamt wurden in der Region über 11.484 Vögel gezählt, wobei unter anderem 1.978 Kohlmeisen, 1.772 Saatkrähen und 1.059 Spatzen gesichtet wurden. Während in der Zwischenwertung der Vogelzählung noch die Saatkrähe vorne lag, wurde sie am Ende doch von der Kohlmeise überholt. Experten waren nach eigenen Angaben nicht weiter erstaunt darüber, dass dieser kleine Singvogel am haufigsten beobachtet wurde, da er besonders von der Winterfütterung und den errichteten Nistkästen profitiert.  Allerdings wurden auch Exoten bei der Vogelzählung entdeckt - so kreisten drei Exemplare der vom Aussterben bedrohten Sakerfalken über die Region. Dieser Greifvogel, der in den Steppen und Waldsteppengebieten Osteuropas und Zentralasiens lebt, ist etwa zwischen 46 und 58 cm groß, kräftig gebaut und besitzt eine Flügelspannweite von 104 bis 129 cm. Die westlichsten Regionen, in denen diese Art vorkommt, sind Österreich und Ungarn aber auch in Deutschland brütet der Sakerfalke gelegentlich. In Österreich brütet er mit lediglich 15 bis 20 Paaren nur im Osten des Landes. Die Organisation Bird Life Österreich bemüht sich schon seit Jahren um den Schutz dieser besonderen Vogelart. Ein erfreuliches Beispiel für die Ergebnisse der Vogelzählung ist das wieder häufigere Vorkommen der Amsel, die in fast zwei Dritteln aller Wiener Gärten gesichtet wurde. Die Erfassung der häufígsten Vogelarten dient vor allem langfristig gesehen als Indikator für die Veränderung des städtischen Lebensraumes. Die gewonnenen Daten können so als Frühwarnsystem für Bestandsrückgänge bei den verschiedenen Vogelarten verwendet werden.

Quellen: “Kohlmeise schlägt Saatkrähe”, Der Standard, 20.01.2010; “Endergebnis Wiener Vogelzählung: Kohlmeise voran”, OTS, 20.01.2010 (www.ots.at)

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“Ergebnis der Vogelzählung in Wien”

 

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