Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Neues von den blauen Störchen

Die blau-türkis schillernden Störche, die kürzlich in Niedersachsen und in Brandenburg entdeckt wurden (1) und für jede Menge Aufregung sorgten, befinden sich momentan mitten in ihren Brutaktivitäten. Beide haben mit ihrer jeweiligen Partnerin Nachwuchs gezeugt und bewachen nun ihre Nester. “Die Beiden holen abwechselnd Futter oder legen sich auf die Eier, so dass meist nur ihre Köpfe zu sehen sind”, sagte die ehrenamtliche Betreuerin des brandenburgischen Storchenpaares. Wie viele Eier sich im Nest befinden und wann genau der Nachwuchs schlüpfen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Frage nach der Ursache für das blaue Gefieder ist bis heute immer noch nicht geklärt. Mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr wurde in Brandenburg schon einmal der Versuch unternommen, auf den alten Schornstein zu klettern, auf dem die Störche brüten, um eine blaue Feder des farbigen Vogels zu erwischen. Doch der Versuch war nicht erfolgreich und die Tiere sollen während der Brutzeit auch nicht durch weitere Kletteraktionen gestört werden. Experten gehen nach wie vor davon aus, dass die blauen Störche aus Niedersachsen und Brandenburg möglicherweise in gefärbtem Wasser gebadet haben, was jedoch ohne eine entsprechende Analyse der Federn nicht geklärt werden kann. Die Brutzeit dauert etwa 32 Tage, was den Ortsansässigen gerade recht kommt, denn der blaue Storch hat für eine Belebung des Tourismus gesorgt. Vogelbeobachter aus der ganzen Region bringen dem kleinen Ort seit Ankunft des außergewöhnlichen Vogels gute Umsätze.

(1) Wir berichteten in: “Merkwürdige Geschichten zum Storch”, Papageienschutz Aktuell vom 16.04.2010
Quellen: “Der Brandenburger ‘Blaustorch’ brütet”, Der Standard, 03.05.2010; “Der blaue Stroch und seine Partnerin brüten”, Schwäbische Zeitung online, 03.05.2010

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