Aktuelle Wetterlage macht Brutvögeln zu schaffen
Das anhaltend schlechte Wetter in unseren Breitengraden könnte für viele Brutvögel zum Problem werden, wenn es sich nicht in Kürze positiv verändert. Nach Angaben der Vogelschutzorganisation Bird Life wirken sich lang andauernde Schlechtwetterphasen negativ auf den Bruterfolg der Vögel aus. Es gibt weniger Insektennahrung und die Jungvögel laufen ständig Gefahr, auf Grund ihres vom Regen durchnässten Gefieders zu erfrieren. Dies gilt vor allem für Vögel, die schon zu groß sind, um von den Eltern noch den erforderlichen Schutz vor Nässe und Kälte zu erhalten, die aber auch noch nicht in der Lage sind, sich selbst zu schützen. Bei solchen Wetterverhältnissen sterben insbesondere junge Störche oftmals an Lungenentzündung. In Österreich beispielsweise hatten Ornithologen schon im Juni des letzten Jahres einige wetterbedingte Ausfälle bei den Jungstörchen zu verzeichnen. Auch aktuell sind wieder Störche betroffen aber auch Vogelarten wie Mauerseglern, Neuntötern und Rohsängern, die ihre Brutzeit etwa von April bis Oktober in Mitteleuropa verbringen und sich hauptsächlich von Insekten ernähren, macht die derzeitige Wetterlage extrem zu schaffen. Gerade bei den noch recht kalten Temperaturen ist der Bedarf an Nahrung eigentlich besonders hoch, da sowohl Elterntiere als auch Jungvögel Energie benötigen, um ihre erforderliche Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Zwar können Vögel gewisse Schwankungen im Nahrungsangebot aushalten aber auch diese Fähigkeit ist begrenzt und wird durch die lang anhaltende Schlechtwetterphase in diesem Jahr auf eine harte Probe gestellt.
