Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Märkte in Hong Kong aus Angst vor der Vogelgrippe desinfiziert

Gesundheitsbeauftragte in Hong Kong desinfizierten zwei Lebensmittel-Großmärkte, nachdem man dort einen toten Wildvogel entdeckt hatte, der vermutlich an der Vogelgrippe gestorben war. Den Vogel fand man am Wochenende auf dem Lebensmittel-Großmarkt im Westen von Kowloon, der größten Stadt der Sonderverwaltungszone in Hong Kong, in der Nähe eines Geflügelmarktes. Der Sprecher des Amtes für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz teilte mit, dass man den Geflügelmarkt verstärkt beobachten und kontrollieren werde. Die Großhändler sollen aufgerufen werden, auf eine gute Hygiene zu achten, um Vorsorgemaßnahmen gegen eine mögliche Vogelgrippe zu gewährleisten, so der Sprecher. Weitere Untersuchungen wurden in einem Wildvogel-Gebiet in Hong Kong durchgeführt. Im letzten Jahr entdeckte man 21 Vögel, die mit dem H5N1 Virus (1) infiziert waren, in diesem Jahr waren es bisher drei infizierte Tiere. Obwohl es sich bei der Vogelgrippe hauptsächlich um eine Erkrankung bei Tieren handelt, befürchten Experten eine mögliche Veränderung des Virus, so dass sich auch Menschen infizieren und Millionen daran sterben könnten. In den letzten Wochen wurden in Hong Kong auf Grund der Entdeckung von toten Vögeln, die mit dem Virus infiziert waren, ein bekanntes Vogelreservat und die Vogelhäuser in einem beliebten Vergnügungspark geschlossen./AK/
 
(1)
H5N1 ist die wissenschaftliche Bezeichnung des Erregers, der für den Ausbruch der Vogelgrippe verantwortlich ist.
 
Quelle: „Hong Kong disinfects markets after bird flu scare“ ,Reuters,13.02.2008
 

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