Im New Yorker Bronx-Zoo sind nach Angaben der Zooleitung sechs Waldrappen-Küken geschlüpft. Diese seltene Vogelart, die zu den Ibissen gehört, war einst in Europa weit verbreitet und starb im 17. Jahrhundert schliesslich auf Grund intensiver Jagd in Mitteleuropa aus. Mittlerweile versucht man, den Waldrapp wiederanzusiedeln, um seine erneute Verbreitung als Brutvogel in Europa zu ermöglichen. Im Jahr 2005 lebten in freier Natur wieder etwa 450 Vögel, während etwa 2000 Vögel in Gefangenschaft gehalten wurden. Der Bruterfolg im New Yorker Bronx-Zoo, bei dem es sich um einen 300 ha großen Zoologischen Garten mit mehr als 4300 Tieren handelt, ist einem Experiment zu verdanken, dass in Zusammenarbeit mit einem Tierpark im österreichischen Kärnten durchgeführt wurde. Ein amerikanischer Biologe hatte im Zuge seiner Forschungen entdeckt, dass Balzgesang animierend auf die Tiere wirkt und begab sich daher nach Österreich, um im Kärtner Tierpark den Balzgesang der dort freilebenden Vögel aufzuzeichnen. Im New Yorker Zoo spielte er der dort lebenden Vogel-Population, die zuvor ihre Fortpflanzung aus unbekannten Gründen eingestellt hatte, schließlich den in Kärnten aufgezeichneten Balzgesang vor, in der Hoffnung, die Tiere so wieder zur Zeugung von Nachwuchs zu animieren. Mit den sechs kleinen Waldrappen, die in diesem Jahr im Bronx-Zoo von New York das Licht der Welt erblickten, erwies sich dieses Experiment schließlich als äußerst erfolgreich. Inzwischen widmen sich die verschiedensten Tierschutzorganisationen mit ihren Projekten dem Erhalt der Waldrappen, die nach wie vor vom Aussterben bedroht sind. Im Kärntner Tierpark leben die Waldrappe fast wie in der freien Wildbahn und bleiben lediglich im Winter im Gehege. Nach Angaben des Tierpark-Leiters ist das Balzverhalten dieser Tiere auf Grund ihrer naturnahen Lebensweise dort auch wesentlich effektiver.
Quellen: “Kärntner Balz verzückt Vögel in New York”, Kleine Zeitung, 03.08.2010; “Liebesgezwitscher aus Österreich führt in New York zu Nachwuchs”, Der Standard, 03.08.2010
| 17.08.2010 |
Anke Tholl |
kommentieren |
drucken
|
Im Süden der teschechischen Region Mähren, haben Zoll und Umweltinspektion fünf Tierzüchtern den unerlaubten Handel mit geschützten Wildtieren vorgeworfen. Nach Angaben eines Zoll-Mitarbeiters sollen die Züchter junge Papageien oder Papageien-Eier aus Brasilien ausgeführt und diese illegal auf den europäischen Markt gebracht haben. Der Zoll in der südmährischen Stadt Brünn stellte bei seinen Fahndungen insgesamt 32 [...]
weiterlesen ⇒
| 11.08.2010 |
Anke Tholl |
kommentieren |
drucken
|
Auf dem Gelände eines österreichischen Militärflughafens nistet seit 2008 ein Weißstorchenpaar mit seinen Jungvögeln, die nach Angaben des Militärs dringend umgesiedelt werden müssen, da sie den Flugverkehr gefährden. “Der Verbleib dieser Störche am Fliegerhorst Hinterstoisser ist nicht möglich, weil diese ein beträchtliches Flugsicherheitsrisiko darstellen, was auch seitens der zuständigen Naturschutzbehörde des Landes Steiermark in einem [...]
weiterlesen ⇒
| 10.08.2010 |
Anke Tholl |
kommentieren |
drucken
|
Dem UNESCO Welterbekomitee lagen zu seiner 34. Jahrestagung, die erst kürzlich in Brasilien eröffnet wurde, 39 Anträge auf Aufnahme von Denkmälern in die Welterbeliste vor. Einen der begehrten Plätze auf der Liste erhielten das zentrale Hochland von Sri Lanka und das US-Meeresschutzgebiet Papahnaumokukea bei Hawaii im Pazifik, die für verschiedene Tier- und Pflanzenarten der einzige [...]
weiterlesen ⇒
| 06.08.2010 |
Anke Tholl |
kommentieren |
drucken
|
Seit 2007 wurde das Weltkulturerbe Galapagos von der UNESCO als gefährdet eingestuft und bis 2010 auch auf der Roten Liste der Organisation für bedrohte Kultur- und Naturdenkmäler geführt. Doch jetzt hat das Welterbekomitee der UNESCO die zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln im Pazifik von dieser Roten Liste gestrichen. Galapagos ist bekannt für seine einzigartige Tier- [...]
weiterlesen ⇒
| 04.08.2010 |
Anke Tholl |
kommentieren |
drucken
|
Im niedersächsischen Verden wurde vor wenigen Tagen eine 53 Jahre alte Frau, die mit ihrem Hund unterwegs war, von einem Bussard angegriffen. Der Greifvogel, der sich möglicherweise von der Spaziergängerin und ihrem Hund bedroht fühlte, ging auf die Frau los und verletzte sie schwer. Sie konnte zwar während der Attacke den Kopf des Vogels packen, [...]
weiterlesen ⇒
| 02.08.2010 |
Anke Tholl |
1 Kommentar |
drucken
|