Papageienschutz aktuell

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Artenforschung stirbt aus

Auf Grund des teilweise dramatischen Verschwindens vieler Arten wäre es dringend notwendig, ausführliche Bestandsaufnahmen für wissenschaftliche Studien durchzuführen, doch es gibt kaum Nachwuchs unter den Artenforschern. Daher kann die Wissenschaft nur für wenige Tiergruppen Zahlen über weltweit lebende und inzwischen ausgestorbene Arten liefern. Besonders dramatisch entwickelt sich die Situation in den Tropen, wo der Regenwald als Lebensraum vieler Arten immer weiter großflächig abgeholzt und beispielsweise zu Plantagen für den Anbau von Ölpalmen umgewandelt wird. Regenwälder beherbergen eine wesentlich höhere Artendichte als etwa Wälder in gemäßigten Zonen und gelten damit als einer der artenreichsten Lebensräume, der aber durch den dort betriebenen Raubbau an der Natur extrem gefährdet ist. In Mitteleuropa hat sich die Artenvielfalt durch die Abholzung der Wälder und der Entwicklung einer kleinräumig strukturierten Landwirtschaft in den vergangenen Jahrhunderten teilweise sogar erhöht, was aber auf spezielle Lebensräume wie etwa Moore und Salzsteppen nicht zutrifft. Hier leben nur Tiere und Pflanzen, die an die dort teilweise extremen Bedingungen angepasst sind und deren Existenz mit der Zerstörung dieser Regionen extrem gefährdet ist. Relativ gut dokumentiert sind die Veränderungen der Artenvielfalt bei Vögeln was nach Angaben von Vogelexperten größtenteils den Freizeit-Ornithologen zu verdanken ist. Von den bekannten rund 10.000 Vogelarten weltweit sind demnach in den vergangenen 400 Jahren 130 ausgestorben, darunter 100 so genannte Inselarten, die in einem völlig isolierten Lebensraum existierten. Als globale Bedrohung der Artenvielfalt gelten auch fremd eingeschleppte Tiere und Pflanzen. Forscher gehen allgemein davon aus, dass ständig weitere Arten schon wieder verschwinden, bevor sie überhaupt wissenschaftlich dokumentiert werden konnten. „Ein Monitoring zur Abschätzung der Situation wäre dringend nötig, ist aber mangels Artenforscher kaum möglich“, klagte der Leiter der Abteilung für Biodiversität der Universität Wien. Es gibt kaum Stellenangebote für derartige Spezialisten, so dass die Mehrheit der angehenden Biologen in die Bereiche Genetik oder Molekularbiologie drängt. Artenforscher befürchten, dass dies dazu führen wird, dass die Wissenschaft zukünftig zwar über genetische Baupläne von Tieren und Pflanzen verfügt aber ansonsten nichts mehr über diese Arten und ihr Leben in der Natur in Erfahrung bringen wird.

Quelle: “Es fehlt an ArtenforscherInnen”, Der Standard, 20.04.2010

Zebrafinken betreiben innerartlichen Brutparasitismus

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass auch einige Zebrafinkenweibchen Brutparasitismus betreiben und  zum Teil anderen  Artgenossen ihre Eier unterjubeln. Der Zebrafink, dessen Verbreitungsgebiet Australien und die kleinen  Sundainseln umfasst,  gehört zur Familie der Prachtfinken. Er lebt vorzugsweise an Wasserstellen, die er mehrmals am Tag zum Baden und Trinken aufsucht und ernährt sich vor allem von Samen und [...]

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Afrikanischer Singvogel entlarvt Kuckuckseier


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Unbekannte Vogelart auf Borneo entdeckt

Biologen haben auf der südostasiatischen Insel Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, einen kleinen grauen Vogel entdeckt, der bislang unbekannt war. Nach Angaben der Wissenschaftler handelt es sich dabei um eine Vogelart, die zur Familie der Mistelfresser zählt. Mistelfresser, auch Blütenpicker genannt, gehören zu den Sperlingsvögeln und sind vorwiegend in Neuguinea und auf den Philippinen [...]

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Krähen in Wiener Tiergarten erforscht

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien, der 1996 mit der kaiserlichen Sommerresidenz zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und der älteste noch bestehende Tiergarten der Welt ist, leben mehr als 500, zum Teil bedrohte Tierarten. Unter anderem leben hier auch zahlreiche Krähen als ungebetene Gäste, von denen jetzt 80 Vögel zu Forschungszwecken eingefangen werden sollen. Die Krähen, [...]

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Lernverhalten der Vögel durch soziales Umfeld geprägt

Aktuelle Studien an der österreichischen Konrad Lorenz Forschungsstelle, bei denen Kolkraben und Dohlen beobachtet wurden, zeigten dass das soziale Zusammenleben der Tiere deren Lernleistung beeinflusst. Diese beiden Vogelarten wurden unter anderem deshab für diese Studien gewählt, da sie trotz enger Verwandtschaft unterschiedliche soziale Strukturen aufweisen. Der Kolkrabe ist ein Singvogel aus der Familie der Rabenvögel [...]

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