Die Gesamtzahl der in der Arktis lebenden Tiere hat laut dem Ergebnis einer internationalen Studie in den letzten 40 Jahren zwar zugenommen, unmittelbar in Polnähe aber verzeichnete man demgegenüber einen Rückgang der dort existierenden Populationen um etwa ein Viertel des ursprünglichen Bestandes. Die Arktis ist die nördliche zirkumpolare Erdregion, die die nördlichen Teile der drei Kontinente Nordamerika, Asien, Europa und das größtenteils von Eis bedeckte Nordpolarmeer umfasst. In den arktischen Regionen ist nur eine beschränkte Zahl von Säugerarten heimisch und auch die Vielfalt vokommender Fischarten ist eher gering. Bei den Vogelarten hingegen weist die Arktis einen großen Reichtum auf, was nicht zuletzt daran liegt, dass viele Zugvögel zum Brüten hierher kommen. Inzwischen soll es dort aber insgesamt 16 Prozent mehr Vögel, Säugetiere und Fische geben als etwa im Jahr 1970. Das Anwachsen der Populationen ist der von der UN und anderen Organisationen durchgeführten Studie zu Folge auf die seit langem geltenden Jagdbeschränkungen zurückzuführen. So hat sich beispielsweise in dieser Erdregion die Zahl der Gänse verdoppelt und auch verschiedene Walarten und andere Meeressäuger haben sich gut erholt. Der größte Anstieg des Tierbestandes ist allerdings in den südlichen Landschaften der Arktis zu verzeichnen, wo mittlerweile im Vergleich zu 1970 sogar 46 Prozent mehr Tiere leben. Umso besorgniserregender ist allerdings der Artenrückgang in der Hocharktis, also in unmittelbarer Nähe zum Pol, der den nördlichsten Punkt der Erde darstellt. Die hier lebenden Tiere sind dem größten Druck ausgesetzt, da gerade am Pol die globale Erwärmung am schnellsten voranschreitet und sich wahrscheinlich auch zukünftig noch verschärfen wird. “Wir sehen, dass es mit den schnellen Veränderungen in der Arktis Gewinner und Verlierer gibt”, mahnte ein an der Studie beteiligter Wissenschaftler der kanadischen Regierung. Nach seinen Angaben gibt es zwar nicht genügend sichere Beweise dafür, dass die Klimaerwärmung für den Artenverlust in der Region verantwortlich ist aber es spricht dennoch einiges dafür. Denn gerade dort, wo der Rückgang der Populationen am stärksten ist, geht das Eis schneller zurück als erwartet.
Quelle: “”Gewinner und Verlierer am Nordpol”, Der Standard, 20.03.2010
| 30.03.2010 |
Anke Tholl |
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| 25.03.2010 |
Anke Tholl |
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| 23.03.2010 |
Anke Tholl |
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| 18.03.2010 |
Anke Tholl |
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| 16.03.2010 |
Anke Tholl |
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| 12.03.2010 |
Anke Tholl |
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